• ZEMENT GIESSEN

    Folge 36: Apfelhaare (JUBELFOLGE TEIL 1)

    Happy Birthday!

    – Vielen Dank!

    Jetzt gibt es unseren Podcast schon 37 Jahre. Wer hätte das gedacht?

    – Ich nicht.

    Ich schon.

    – 37 Jahre?

    Ja. Der Podcast ist älter als ich und fast so alt wie die Zeit selbst.

    – Und das wollen wir feiern. Mit einer Gästin und noch zwei Gästen, und mit Nachrichten aus allen Körperhöhlen. Und mit Musik. Und mit Tanz.

    Kommen Sie.

    – Hören Sie!

    Ihr habt ja gehört, dass Lena plant, etwas für Hämi zu spenden. Wenn ihr auch Lust habt, etwas zu SPENDEN – zum Beispiel, um diesen Podcast zu unterstützen – dann macht das doch gerne:

    Das geht mit einem kleinen monatlichen Betrag auf STEADY unterstützen:

    https://steady.page/en/zement-giessen-podcast/about

    oder über Paypal

    dafür ist diese ADRESSE da

    zementgiessen_loves_you@freenet.de 

    über die ihr uns auch was SCHREIBEN könnt, wenn ihr Lust habt.

    xx

    Folge 35: Internet abschaffen

    Ein Alphabet ist ungenügend, um umzugehen mit dem, was ist. Trotzdem müssen wir alles damit sagen. 

    In dieser Folge reden wir ab Minute 21 über sexualisierte Gewalt im Internet. Wenn ihr das nicht gut hören könnt, dann überspringt diese Folge lieber, oder hört sie euch zusammen mit anderen Leuten an.

    ZEMENT GIESSEN ist aus allen Buchstaben des Alphabets gemacht.

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    oder uns was über Paypal SPENDEN

    oder uns eine E-MAIL schreiben

    und für beides ist diese ADRESSE da:

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    xx

    Folge 34: Wir empfehlen uns

    Diese Folge ist nicht die letzte Folge dieses Podcasts. Diese Folge ist eine Folge der Empfehlungen. Diese Folge ist zu empfehlen. In dieser Folge empfehlen wir: 

    – Fluffigkeit unbegrenzter Kissen am Abend

    – David Szalays Roman „Was nicht gesagt werden kann“

    – Muskuläre Anspannung des Kopfes am Morgen

    – Anna Burns Roman „Milchmann“

    – Kaffeepulver gegen Gestank

    – Beruhigende Kugeln in der Hand aus Metall oder Leder

    – Ein Stillkissen zum Lesen im Bett

    – Die besten Geräusche der Welt

    – Katie Yees Roman „Maggie oder ein Mann und eine Frau kommen in eine Bar“

    – Rauschen der Dusche und Klacken des Shampooflaschenverschlusses nebenan im Bad während des Einschlafens in der Kindheit

    – Kauen gegen das Kapital

    – Die Buchhandlung Cardabela in Mainz

    – Die besten Eigenschaften

    – Den Bücherschrank am Feldbergplatz in Mainz

    – Samtigkeit und Mattigkeit

    – Etwas, das schon da ist umarmen

    – Humor und Ehrlichkeit

    – Oioioioioioioi

    Diese Folge geht an die Bausubstanz. Diese Folge bekämpft die Bekämpfung des Körpers. Diese Folge hat beim Fischfachhandel was geholt. Diese Folge ist gewunden wie ein Wurm. Dieser Folge rumort es im Bauch. Diese Folge rät von nichts ab. In dieser Folge riechts gefährlich. Diese Folge hat durch zwölf Umzüge ihre Spur verwischt.

    Diese Folge ist eine Mutter von zwei Kindern.

    Es gibt da kein richtig und falsch.

    „Ich hoffe, dass sie sich später an die Geschichte erinnern. Dass sie eine Stütze sein kann.“

    The next sentence is false. The last sentence is true.

    – Und wie geht’s?

    – Ok

    Doch das entsprach nicht der Wahrheit.

     Ja, Leute, aber, warum soll ich denn euren Podcast hören? Habt ein besonderes Thema? Seid ihr Leute, die von besonderem Interesse sind? Und wo ist eigentlich eure vorletzte Folge hin? Seid ihr aus Selbstdarstellung gemacht? Macht ihr das für Socal Media? Glaubt ihr von euch, eure Stimme zählt, mehr als jede andere Stimme zählt in unserer parlamentarischen Demokratie – oder genauso viel und deswegen allein sind sie schon hörenswert.

    An dieser Stelle endet die Geschichte. Das war typisch.

    Doch nicht mit uns:

    Denn dann kommt noch Lena & The Phenomenons rein und erklärt den PLACEBOEFFEKT.

    ZEMENT GIESSEN ist sehr zu empfehlen.

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    xx

    Folge 34: Wir empfehlen uns

    Diese Folge ist nicht die letzte Folge dieses Podcasts. Diese Folge ist eine Folge der Empfehlungen. Diese Folge ist zu empfehlen. In dieser Folge empfehlen wir: 

    – Fluffigkeit unbegrenzter Kissen am Abend

    – David Szalays Roman „Was nicht gesagt werden kann“

    – Muskuläre Anspannung des Kopfes am Morgen

    – Anna Burns Roman „Milchmann“

    – Kaffeepulver gegen Gestank

    – Beruhigende Kugeln in der Hand aus Metall oder Leder

    – Ein Stillkissen zum Lesen im Bett

    – Die besten Geräusche der Welt

    – Katie Yees Roman „Maggie oder ein Mann und eine Frau kommen eine Bar“

    – Rauschen der Dusche und Klacken des Shampooflaschenverschlusses nebenan im Bad während des Einschlafens in der Kindheit

    – Kauen gegen das Kapital

    – Die Buchhandlung Cardabela in Mainz

    – Die besten Eigenschaften

    – Den Bücherschrank am Feldbergplatz in Mainz

    – Samtigkeit und Mattigkeit

    – Etwas, das schon da ist umarmen

    – Humor und Ehrlichkeit

    – Oioioioioioioi

    Diese Folge geht an die Bausubstanz. Diese Folge bekämpft die Bekämpfung des Körpers. Diese Folge hat beim Fischfachhandel was geholt. Diese Folge ist gewunden wie ein Wurm. Dieser Folge rumort es im Bauch. Diese Folge rät von nichts ab. In dieser Folge riechts gefährlich. Diese Folge hat durch zwölf Umzüge ihre Spur verwischt.

    Diese Folge ist eine Mutter von zwei Kindern.

    Es gibt da kein richtig und falsch.

    „Ich hoffe, dass sie sich später an die Geschichte erinnern. Dass sie eine Stütze sein kann.“

    The next sentence is false. The last sentence is true.

    – Und wie geht’s?

    – Ok

    Doch das entsprach nicht der Wahrheit.

     Ja, Leute, aber, warum soll ich denn euren Podcast hören? Habt ein besonderes Thema? Seid ihr Leute, die von besonderem Interesse sind? Und wo ist eigentlich eure vorletzte Folge hin? Seid ihr aus Selbstdarstellung gemacht? Macht ihr das für Socal Media? Glaubt ihr von euch, eure Stimme zählt, mehr als jede andere Stimme zählt in unserer parlamentarischen Demokratie – oder genauso viel und deswegen allein sind sie schon hörenswert.

    An dieser Stelle endet die Geschichte. Das war typisch.

    Doch nicht mit uns:

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    Folge 33: Persönlich, nicht privat (I)

    Wie geht’s euch? Jetzt könnt ihr nicht antworten. Ich will’s aber trotzdem fragen: Wie geht’s euch? Und wie geht’s eigentlich mir?

    Diese Folge ist die PERSÖNLICHE Folge, die aber NICHT PRIVAT ist. Es geht um den Unterschied zwischen privat und persönlich im Leben und in der Literatur und den Unterschied zwischen Literatur und Leben

    Es gibt A, und es gibt B, und es gibt C 

    A ist die Person die B besser kennt, und B ist traurig gerade, und ich bin C und kenne B, die traurige Person, auch, bin mit B aber weniger eng verbunden als A

    A oder B oder C ist nicht da, und vielleicht bin ich das

    Die beiden anderen reden über den Unterschied zwischen Stream of Consciousness und Innerem Monolog, Erzählzeit und erzählter Zeit

    Dann erzählt Marlene von zwei Momenten aus ihrem Leben, einem Moment zwischen Traurigkeit und Trost und einem Moment zwischen Stress im Nacken und glücklichem Heraussingen von Druck

    Hannes dagegen erzählt nur, dass er bei einer Lesung mitmacht, deren Thema „Wann wird Literatur persönlich?“ ist (siehe unten)

    Was macht Literatur – das Schreiben von Literatur, das Lesen von Literatur – persönlich? Geht es darum, durch das Schreiben etwas sehr Privates zu offenbaren, oder eine bestimmte Lebenserfahrung in Literatur zu verwandeln? Oder geht es darum, sich als Leser*in in einem Text wiederzuerkennen?

    Und wie geht’s eigentlich dir, Hannes – oder nein: Sind unsere Fragen hier, wie es uns geht und so, eigentlich Quatsch, weil sie eine Authentizität vorgaukeln, die es eigentlich nicht gibt? 

    „I suppose the danger is the damn egotistical self“, schreibt Virginia Woolf in ihr Tagebuch

    „Wenn mich jemand nach meinem Beruf fragt, sage ich ‚privat’“, sagt Ilse Aichinger in einem Interview

    – Wir sind nicht in Gefahr

    – Wobei

    – Wir sind nicht in Gefahr

    – Wobei

    #privat #persönlich #authentisch #literatur #ich #feminismus

    Schreibt uns

    Wir sprechen eine Sprache der Lust und der Zerrissenheit 

    Der Podcast ist zutiefst persönlich, weil wir selber in jedem Moment entscheiden, wie wir was machen 

    Persönlich, aber nicht privat

    Weil wir gewisse Namen nicht nennen, weil wir gewisse Geräusche nicht machen

    die Privatsphäre wahren, unsere und die der Hörenden

    Namen nicht nennen und Schimpfwörter nicht sagen

    Das Tier in dieser Folge ist der Frosch im Hals

    Es ist engstirnig, deinen Mitmenschen zu sagen, sie sollten sich darauf zu beschränken, Pudding zu kochen und Strümpfe zu stricken, Klavier zu spielen und Beutel zu besticken

    sie werden töricht schreiben, wo sie klug schreiben sollten

    sie werden von sich selbst schreiben, wo sie von ihren Romanfiguren schreiben sollten

    sie werden im Zorn schreiben, wo sie gelassen schreiben sollten

    Wir haben Grund unfassbar wütend zu sein

    Und was persönlich ist, ändert sich mit der Zeit 

    Doch wir haben keine Zeit

    Wir machen weiter

    Lesung & Gespräch: 

    Sonntag, 25. Januar 2026, 18 Uhr

    Grüner Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

    „Komm ich da drin vor“ – Wenn Literatur persönlich wird

    Hannes Becker und Henning Bochert

    Lesung & Talk

    Literatur:

    Virginia Woolf: A Room of one’s own / Ein eigenes Zimmer

    Charlotte Brontë: Jane Eyre

    Jeden Monat eine neue Folge ZEMENT GIESSEN zu machen, gefällt uns gut.

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