• ZEMENT GIESSEN

    Folge 18: WAHLVERWANDT zu Gast bei ZEMENT GIESSEN

    Carolin Haupt und Lorenz Just von der Aktion WAHLVERWANDT besuchen uns im Podcast. Und so sind in dieser Folge vier schöne Stimmen dabei zu hören, wie sie nicht nur sagen, was sie wollen – das sowieso – sondern auch, was sie können – und das ist, jedenfalls bei unseren Gäst*innen, einiges:

    Anlässlich der Brandenburger Landtagswahlen am 22.09.24 haben die Schauspielerinnen Carolin Haupt und Linda Pöppel vom #EnsembleBündnisBerlin die Initiative WAHLVERWANDT ins Leben gerufen.

    13 Theaterautor*innen haben für die Aktion Texte geschrieben:

    Magdalena Schrefel, Hannes Becker, Sivan Ben Yishai, Rainald Grebe, Olga Hohmann, Thomas Köck, Anne Kulbatzki, Kevin Rittberger, Dmitrij Gawrisch, Maria Milisavljević, Thomas Melle, Patty Kim Hamilton, Lorenz Just

    Die Texte dieser Autor*innen wurden mit Unterstützung des Autors Lorenz Just zu einem vielstimmigen Ganzen verwoben. 

    Performt wurde der Kollektivtext WAHLVERWANDT im September auf einer Lesetour quer durch Brandenburg und Berlin mit flexibler Besetzung aus den Berliner und Brandenburger Theatern. Ziel der Aktion ist es, sich gegen den Aufstieg autoritärer Parteien untereinander zu vernetzen und zu positionieren.

    Caro und Lorenz sagen, welche Vorteile es hat, politische Veranstaltungen mit Poesie und ästhetischer Erfahrung zu verbinden. Sie berichten von der Stimmung bei den Kolleg*innen in Brandenburg, und sagen, warum es gut ist, Veranstaltungen für jene zu machen, die NICHT davon überzeugt werden müssen, dass Antifaschismus eine gute Sache ist. Und sie sagen ganz genau, wie sie ihre Aktion ersonnen, geplant und durchgeführt haben: Zur Nachahmung empfohlen! 

    Am 22. September um 18 Uhr startet die Abschlussveranstaltung der Aktion WAHLVERWANDT im Roten Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin.

    Kommt, ihr lieben Ohrenleute!

    Marlene und Hannes jedenfalls gehen hin. 

    Tickets zum Finale von WAHLVERWANDT im Roten Salon gibt’s hier.

    Alle Infos zur Aktion WAHLVERWANDT hier.

    Carolin Haupt ist seit der Spielzeit 2019/20 Ensemblemitglied an der Schaubühne. Geboren in Rathenow, aufgewachsen in Berlin. Gesangsausbildung Jazz, Rock, Pop in Berlin. Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig. 2011 bis 2013 Ensemblemitglied am Centraltheater Leipzig. Von 2016 bis 2019 Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover. Regelmäßige Sprechertätigkeiten für Funk und Hörbuchverlage sowie Arbeiten für Film und Fernsehen.

    Lorenz Just, geboren 1983 in Halle an der Saale, studierte Islamwissenschaften, Geschichte, Fachübersetzen Englisch und Literarisches Schreiben. 2017 erschien der Erzählband Der böse Mensch. Sein Debütroman Am Rand der Dächer (2020) spielt in den 1990er Jahren in Berlin. Im April 2023 ist sein drittes Buch Tag XYZ in der Edition Volte des Leipziger Spectorbook-Verlags erschienen. Lorenz’ Theaterstücke heißen DER ALLERLETZTE ALLTAG (2020) und ERDE LIEBE CHAOS (2021).

    Und jetzt nochmal zu uns beiden:

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    Folge 17: Radio Haagen

    Ein sehr nettes, witziges und engagiertes, leidenschaftliches Team präsentiert die VIELFACH GEFALTETE FOLGE: Jedes Gesprächsthema, das Marlene Haagen und Hannes Becker in dieser Folge aufmachen, enthält viele weitere, die ebenfalls entfaltet werden. Die Folge ist Unberechenbarkeit – dazwischen aber befinden sich kleine Inseln der Berechenbarkeit, außerdem kurze Hosen und kleine Hemden, Hannover, Berlin und Venedig.

    Oder kleine Inseln der Zuverlässigkeit und kleine Hosen, kurze Hemdchen und Berlin, Hannover und Venedig?

    Der Herbstanfang beginnt mit einer Fahrt für einen Filmdreh nach Hagen. Im Auto läuft das Radio. Froh und richtiggehend erleichtert ist Marlene über den Abschluss eines schwierigen Theaterprojekts. Jetzt kommt ein Herbst, in dem sie alle Bücher verfilmt und als Youtubeformat ausgibt und als Hörspiel adaptiert, über die wir in dieser Folge eures LITERATUR- UND FILMPODCASTS ZEMENT GIESSEN reden: „22 Bahnen“ von Caroline Wahl, „Männerphantasien“ von Klaus Theweleit, „Zeitzuflucht“ von Georgi Gospodinov und „Liebes Arschloch“ von Virginie Despentes.

    Wir arbeiten weiter an der CHOREOGRAFIE DES LEBENS.

    Wir erfinden Maschinen, und ein weiteres Musikinstrument aus Marlenes Großem Instrumenten Repertoire kommt ins Spiel: Das Saxophon und die Gründe, es nicht zu üben. 

    Wir reden über die 1950er Jahre, Tradwifes, „C’è ancora domani“, den Bunker an der Feldstraße in Hamburg und den Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam, und wir BEMÜHEN UNS UM EINE DEFINITION DES WORTES „ZIVILGESELLSCHAFT“.

    Schwimmen ist der Sport der schreibenden Person, sagt Hannes.

    Kaffee wird in einer Socke aufgebrüht und schmeckt gar nicht mal so schlecht.

    Die Lippen eines Saxophonisten fallen uns auf oder ein.

    Außerdem: Das ZUCKEN ist zurück – mit dem Bein, mit dem Marlene zuckt, klappt sie ein Teelicht zu.

    Dann reitet heran, Don Juan – ist allerdings auch schnell wieder weg. Dafür kehrt die Kategorie FAFPOV (From A Feminist Point of View) zurück, mit einem Zitat von Virginie Despentes.

    Wir blicken voraus auf die Jahre und Jahrzehnte unseres Podcasts in der Zukunft.

    Das Leben ist so unberechenbar. Und das geht jetzt schon seit Jahren so.

    „Unsere einzige Konstante ist die Ungewissheit. Sie ist gekommen, um zu bleiben, und geht hier nicht mehr weg.“

    Am Ende werden alle entlassen, ins Leben.

    — 

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    Folge 16: Die Geschichte unserer Freundschaft

    Diese Folge beginnt mit euren besten antifaschistischen Zitaten. Habt Dank! Es tat gleich kurz ein bisschen weniger weh. Dafür bekommt ihr von Marlene jeweils 1 antifaschistischen Regenschirm zugeschickt, nämlich 1 schönen!

    Weiter geht’s mit epischen Rückschmerzen und mit Regenstürmen in Hamburg und Mainz – und mit den Wahlen: denen, die gerade waren, und denen, die noch kommen. 

    Und damit ist die Kategorie WAS MACHT MAN DANN eröffnet und geht nie wieder zu.

    Es geht um geriebene Wärme, frittierte Brötchen und das kriminelle Auflösen eines Körpers. Unser Tipp: Besser drüber Nachdenken, bevor man es tut, und zwar immer wieder, bis in alle Ewigkeit.

    Außerdem: Baden mit Badesalz – eine gute Idee, wenn es sich dabei um die Comedy-Gruppe, nämlich das Duo Henni Nachtsheim und Gerd Knebel aus den 1990er Jahren handelt?

    Ebenfalls in den 1990er Jahren hat Hannes – in Memphis Tennessee – Tickets gewonnen, damals noch nicht in einem Podcast, sondern im Rockradiosender, für die World Wrestling Foundation und für Stand-Up-Comedy, und ist weder zum einen noch zum anderen hin.

    Sprechen die Zahlen dafür oder dagegen? Und wofür eigentlich?

    Marlene erzählt Hannes die Geschichte der Geburtsstunde ihrer Freundschaft – 

    Am Beispiel des Konzepts der OFFENEN PROBE diskutieren wir die Frage, ob das konsequente Öffnen einer Gruppe ein gleichzeitiges Verschließen dieser Gruppe mit sich bringen kann.

    In ihrer Erzählung geht Marlene sieben Jahre zurück nach JENA in Thüringen –

    Aus einem Superfilm mit Romy Schneider, den Marlene geschaut hat, schaut Romy Schneider kurz vorbei –

    Und schon geht es wieder los: 

    WAS MACHT MAN DANN, und was bedeutet es, wenn Beatrix von Storch Antisemitismus-Beauftragte der AfD ist?

    WAS MACHT MAN DANN, und ist es erlaubt, Beatrix von Storch ein Alien zu nennen? Darf Beatrix von Storch – völlig zu recht – als Bodysnatcher bezeichnet werden?

    Wir diskutieren den Satz „Wenn also der öffentliche Raum kippt, ist die Zivilcourage der Menschen die letzte Hoffnung“ (Max Czollek).

    WAS MACHT MAN DANN, wenn Nazis immer frecher werden?

    Gelingt antifaschistischer Widerstand ohne antifaschistische Politik der Regierenden?

    Max Czollek schreibt – 

    Sam und Goethe und Sarah und Marlene sind gerade live –

    Venezuelas Präsident Maduro hat Weihnachten per Dekret auf den 1. Oktober vorverlegt –

    In der übernächsten Folge werden wir Carolin Haupt und Lorenz Just von der Aktion WAHLVERWANDT zu Gast haben. Sie organisieren Lesungen zur Landtagswahl in Brandenburg.

    Marlene erklärt den Nutzen eines Antrags auf Auskunftssperre oder Übermittlungssperre für die politisch aktive linke Person.

    Schickt uns weiter eure liebsten antifaschistischen Zitate! Es regnet hart, und 2 schöne Schirme sind noch übrig. 

    Wie schon der Täubling sagte:

    „Der Zorn ist die Liebe des linken Menschen zur Veränderung.“

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    Folge 15: Am Ufer des Reims

    Hier kommt eine Folge über Reime. Und wir finden, eine Reim-Folge ist eine Folge, die sich ja dann auch reimen sollte.

    Hannes sagt, Reimen bringt mich zum Weinen. Marlene findet aber, es wär besser, wenn wir uns dafür loben. Schließlich war das Reimen hier ein Reimen ohne Proben!

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    Sound und Musik: Louisa Beck

    Folge 14: Die Klarheit

    In dieser Folge geht es um Träume. Es geht um Träume heute. Heute geht es um? TRÄUME! Es geht um Träume, Leute! 

    Dass Träume wahr werden können. Und um luzides Träumen oder Klarträume. Das sind Träume, in denen der Träumer*in klar wird, dass sie träumt.

    Reicht das Geld?

    Nichts ist klar.

    Es geht um Träume!

    Und damit um die Wirklichkeit.

    Hannes ist erschöpft bis hin die Haare hinein, ausgelöffelt, und als wäre ihm ein Stein vom Herzen gefallen. Groß und krass ist es, ein Theaterstück geschrieben zu haben, erzählt er, auch wenn ich schon vergessen hatte wie.

    Marlene probt in einem kleinen Theater in Frankfurt wieder Theater. Davor, am Morgen, geht sie zunächst zum Yoga, erwirbt auf dem Markt in Mainz ein Marktfrühstück, entgeht dem Schienenersatzverkehr und bekommt einen E-Bass ausgehändigt. 

    Wir reden über die Art und Weise, wie Freie Theaterarbeit finanziert wird: Durch Staatliche Förderung

    Theater kann durch Text entstehen

    Oder einfach durch Leute, die zusammenkommen und sich gut verstehen

    Einen leckeren Kaffee, ein leckeres Brötchen und ein leckeres Stück Bergkäse, ein Schälchen Reis, ein Schälchen Gemüse, ein Schälchen Pfeffersoße mit Tofu drin, einen Brokkoli, einiges an Zwiebel, Karotte, vielleicht auch ein paar Bohnen, die richtige Haltung, Kaffee, wenn es gut läuft Kekse, Geduld, Vertrauen und eine eigene Band

    Wir haben Geld für Requisiten, dann werden hier so ganz viele Sachen plötzlich auf die Bühne fallen, und vom Himmel wird schwarze Asche runterkommen, wir haben einen Musiker dabei 

    Der Bundesverband Freie Darstellende Künste empfiehlt 715 Euro Mindesthonorar pro Woche für die Arbeit in den Freien Darstellenden Künsten

    Empfehlung heißt: Das darf nicht fehlen

    Wir reden also über Klarträume, das heißt luzides Träumen, präluzides Träumen, Aufwachen im Traum, Bewusstheit des eigenen Träumens und Verlust der Bewusstheit des eigenen Träumens im Traum

    Wie sind die Lichtverhältnisse im Traum? Welche Handlungsoptionen hat die Träumer*in? Helfen Klarträume gegen Alpträume?

    Wie kommt der Traum in die Kunst?

    Wir diskutieren Parallelen zwischen dem Erzählen von Träumen dem Ausprobieren auf Proben

    Außerdem geht es um:

    Powernap – wie lange und bis wann?

    „Die Schildkröte isst die Zeitung“

    Den Unterschied zwischen Gage und Honorar

    Klatschen und Schnippsen

    Die Gemeinsamkeiten zwischen Theaterbranche und Baubranche

    Marlene kennt sich aus

    mit den Trends

    für Applaus

    Ist kürzer proben dasselbe wie ein Haus mit weniger Zimmern bauen?

    Hannes sagt, nach der Arbeit droht die Leere

    Marlene komponiert live ein Lied

    Marlene und Louisa planen eine AKTION

    die aber noch TOPSECRET ist

    Wir haben Vertrauen, dass uns auch trotz Knappheit und Verwirrung gemeinsam schon nicht ganz was Schlimmes passieren wird

    Wir enden mit den 7 KLARHEITSKRITERIEN

    Im Traum kann das Gehirn Rhönradfahren üben und das Bewusstsein Aufzugfahren

    Unterschreibt doch bitte trotzdem die Petition gegen die Kürzungen bei der Freien Kunst!

    PETITION „AN DER FREIEN KUNST ZU SPAREN KOSTET ZUVIEL“

    https://www.change.org/p/an-der-freien-kunst-zu-sparen-kostet-zu-viel

    HONORARUNTERGRENZEN des Bundesverbands Freie Darstellende Künste (BFDK):

    https://darstellende-kuenste.de/aktuelles/neue-honoraruntergrenze-fuer-freischaffende-akteurinnen-den-darstellenden

    Schreibt uns doch:

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